WakeUpWinged – Beflügelnde Hypnosetherapie

5 Einfache Anti-Depressions-Routinen

anti-Depressions-Routinen

Es bricht mir das Herz, wenn ich sehe, wie die gleichen Verhaltensprinzipien immer wieder in depressive Phasen führen. Und das habe ich in den letzten 20 Jahren viele Male beobachtet.

Depressionen werden oft unbewusst und ungewollt mit der Zeit selbst gefördert. Das Hauptproblem dabei ist, dass den Betroffenen ihr gewohnheitsmäßiges Depressions-auslösendes Verhalten im Alltag auf Dauer nicht bewusst ist.

Man führt seine depressive Stimmung in der Regel auf bestimmte aktuelle Umstände im eigenen Leben zurück. Umstände, die einen traurig machen. Man fühlt sich hoffnungslos und gefangen.

Sicher, ein einschneidendes Ereignis wie der Verlust deines Arbeitsplatzes, eine Trennung – oder das Gefühl, in einem Leben gefangen zu sein, aus dem du dich nicht befreien kannst, wie ein Job, den du hasst, den du aber nicht aufgeben kannst, weil du das Geld brauchst und keine Alternativen hast – solche Dinge können sehr belastend sein oder wie ein schwerer Stein auf deinem Herzen liegen.

Allerdings besteht das Leben in jedem Moment aus weit mehr als diesem einen Faktor.

Es gibt also immer, in jedem Moment, eine Menge Dinge, die du tun kannst, um etwas an deinem Gefühl zu verändern. Und diese Dinge sind besonders wertvoll als dauerhafte Gewohnheiten, um deine psychische Gesundheit und deine Widerstandsfähigkeit zu stärken, so dass du, wenn eine schwierige Situation eintreten sollte, eher in der Lage bist, sie auf gesunde Weise zu bewältigen, ohne in eine Depression zu verfallen.

Es gibt viele kleine Dinge, die du tun kannst, um anders zu denken und zu fühlen. Du bist also niemals machtlos, ganz und gar nicht. Das ist nur die Geschichte, die dir dein Verstand auf Autopilot zu erzählen gelernt hat.

Das kannst du ändern, entweder durch dich selbst oder in einer Therapie.

Als Hypnosetherapeutin denke ich natürlich sofort an die nicht-hilfreichen, verzerrten Gedanken, die zur Entwicklung einer Depression führen oder beitragen können. Diese automatisierten Gedanken sollten so schnell wie möglich in Frage gestellt und ersetzt werden.

Es gibt jedoch noch einen weiteren großen Bereich, der sich auf deine Stimmung auswirkt und der vielen Menschen nicht bewusst ist.

Und das sind all die Details, die Welt, die du um dich herum erschaffst. Die Art und Weise, wie du dein Leben organisierst. Details, die deine Sinne und deine Stimmung in einem bestimmten Moment beeinflussen. Eines der wichtigsten Dinge ist: unsere Darmflora. Aber lass mich erklären, was ich mit diesen Einflussbereichen im Einzelnen meine.

5 Gewohnheiten, die Depressionen im Keim ersticken können

Ich glaube, in unserer modernen westlichen Welt vergessen wir oft, dass auch wir Menschen schlichtweg Natur sind.

Wenn man ein Tier nicht artgerecht hält, wird es ihm nicht gut gehen. Mit der Zeit sieht es nicht mehr gesund aus, es ändert sein Verhalten, wird apathisch.. du weißt schon, was ich meine.

Leider ist es genau das, was viele Menschen sich selbst antun. Sie schaffen kein artgerechtes Umfeld für ein glückliches, gut funktionierendes menschliches Wesen, das morgens nach einer erholsamen Nacht voller Energie aufsteht und sich darauf freut, die Möglichkeiten des neuen Tages zu erkunden. Das wäre das Ideal, das Gesunde.

Stattdessen berichten depressionsgefährdete Menschen in der Regel, dass sie nicht gut geschlafen haben, zu spät ins Bett gegangen sind, tagsüber nicht genug Tageslicht gesehen haben, ihren Körper nicht viel bewegt haben und vielleicht zu Hause keine Dinge haben, die ihre Stimmung positiv beeinflussen. Auch gute soziale Kontakte kommen oft zu kurz.

Zudem haben wir in der modernen Zeit fälschlicherweise gelernt, den Geist vom Körper zu trennen und keine körperlichen Ursachen für die Entwicklung depressiver Verstimmungen zu sehen – was ein massiver Irrtum.

Ich habe immer wieder erlebt, wie junge Frauen in eine Depression abrutschten, während sie langsam übergewichtig wurden, sich nicht mehr um sich selbst kümmerten, nicht mehr viel aus dem Haus gingen, sich sehr schlecht ernährten und noch einige weitere ungünstige Gewohnheiten an den Tag legten.

Die Depression entwickelte sich in diesen Fällen also zusammen mit ihrem Verhalten, nicht umgekehrt. In vielen Fällen ist die Grundursache für die Entwicklung einer Depression, trotz der aktuellen Probleme im Leben, körperlicher Natur.

Mit anderen Worten, wenn dein Körper „glücklich“ ist, d.h. alles hat, was er braucht, dann wird dein Geist normalerweise anders und konstruktiver mit Widrigkeiten umgehen, als wenn er generell nicht artgerecht gehalten wird.

Sehr oft können Menschen, die im Begriff sind, in eine anhaltende Depression abzurutschen, diese im Keim ersticken, indem sie sich um gesunde tägliche Gewohnheiten kümmern. Das wäre dann:

1. Die allererste Minute am Morgen

Beginne jeden Tag mit einer ganz kurzen geistigen Übung – und sorge dafür, dass sie das allererste ist, womit du dich beschäftigst. Es sollten sozusagen deine ersten Gedanken sein, die du denkst.

Schaue nicht auf dein Telefon, schaue nicht in die Nachrichten, beschäftige dein Gehirn nicht mit irgendwelchen Informationen, bevor du das Folgende getan hast:

Erstens: Überlege dir, wofür du dankbar bist. Das können kleine aktuelle Dinge sein, oder größere allgemeine Dinge. Es spielt keine Rolle. Denke einfach an ein paar Dinge. Sagen wir 2 bis 3 Dinge. Wenn es mehr sind, umso besser. Aber 2 würden schon reichen. Ja selbst eine Sache wäre bereits hilfreich.

Und zweitens: Denke an etwas, auf das du in deinem Leben stolz bist. Etwas, das du erreicht hast, oder eine Fähigkeit oder Charaktereigenschaft von dir, irgendetwas. Es kann sogar eine frühere Errungenschaft sein, die Jahre zurückliegt, wenn dir das in den Sinn kommt. Aber finde etwas, idealerweise auch 3 Dinge, auf die du stolz bist. Aber mindestens eins oder zwei!

Das war’s, dann beginne deinen Tag!

Das wird dein Gehirn auf positives Denken umstrukturieren – in Bezug auf Dinge, die dir wichtig sind! Kein oberflächliches, sondern sinnvolles positives Denken. Das ist der große Unterschied zwischen nützlichem und unnützem positivem Denken. btw. Mache das 3 Wochen lang und du solltest einen nachhaltigen Unterschied spüren – das war zumindest meine persönliche Erfahrung.

Und bei mir hat die Wirkung seither angehalten. Das habe ich schon vor 7 Jahren gemacht 🙂

2. Einen heilsamer Spaziergang

Gehe eine halbe Stunde spazieren, egal ob es regnet oder schneit, achte nur darauf, dass du warme Kleidung dabei hast. Entspanne in dieser Zeit deinen Geist und übe dich in Achtsamkeit, d.h. nimm die Luft, den Himmel, die Umgebung wahr, egal ob du durch eine Stadt oder die Natur gehst.

Gehe einfach ganz bewusst und genieße die wunderbare Bewegung, die dein Körper erfährt. Wenn dein Verstand sich Ausreden einfallen lässt, warum du das nicht tun kannst, dann höre damit auf. Bitte höre einfach damit auf. Behandle dich selbst wie einen Schatz, wie dein Baby, wenn du so willst.

Wenn dein Baby Nahrung braucht, würdest du auch nicht sagen, ich habe keine Zeit dafür. Die Zeit ist da.

Entweder du tust es morgens vor der Arbeit, oder in deiner Mittagspause oder nach der Arbeit. Betroge dich nicht selbst, indem du nicht jeden Tag diese 30 Minuten für deine Gesundheit investierst.

Du wirst den Unterschied schon nach ein paar Tagen sehen.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich hätte depressiv werden können, wenn ich nicht diese und einige andere lebensrettende Gewohnheiten gehabt hätte.
Ich war durch ein ernstes Gesundheitsproblem meines Partners geschockt worden. Aber diese täglichen Spaziergänge hielten mich stabil, mich und auch ihn.

Das Wunderbare am Spazierengehen ist, dass man gleich zwei positive Wirkungen erzielt. Je nach Jahreszeit und Wetter erhält man Vitamin D und der Körper bekommt Bewegung.

3. Umgib dich mit einem Zuhause, das dich positiv beeinflusst

Damit meine ich, dass jedes Detail in unserem Leben einen Einfluss auf uns hat, auch wenn es oft nur unbewusst ist, aber es ist so.

Mach also dein Zuhause zu einem Ort, der Positivität, gute Energie, Licht, natürlich auch Gemütlichkeit und Schönheit ausstrahlt, als ständiges Zeichen der Wertschätzung für dich selbst. Es hat sich gezeigt, dass die Farbe Gelb eine positive Wirkung auf depressive Stimmungen hat. Welch eine Überraschung – die Farbe der Sonne! Lasse dein Zuhause ausstrahlen: „Ich liebe mich, deshalb sorge ich für mich!“

Der nächste Tipp ist für dich, wenn du noch nie jemand warst, der Sport gemacht hat.

4. Fünf Minuten für deinen Körper

Du hasst es, Sport zu treiben? Kein Problem, wir reden hier nicht von stundenlangem Ausdauertraining oder 5 Runden langweiliger Wiederholungen für jede Muskelgruppe im Fitnessstudio.

Ich spreche von 5 Minuten kurze Bodyweight-Übungen,  die du jederzeit machen kannst. Zu Hause auf deinem Teppich.

Wirklich nur 5 Minuten. Aber mache 3 verschiedene kurze Übungen, die sehr anstrengend, sehr hart, aber kurz sind!

Zum Beispiel so viele Liegestütze, wie du kannst. Dann halte eine Minute lang eine Ellbogenplanke oder so lange du kannst und springe zuletzt so oft du kannst aus der Hocke.

Das Wichtigste dabei ist, dass du wirklich so viele wie möglich machst und erst aufhörst, wenn deine Arme und Beine nicht mehr können. Darin liegt der Trainingseffekt und die Dopamin-Belohnung, das Belohnungshormon, das uns glücklich macht.

Ich verspreche, dass sie insgesamt nicht mehr als 5 Minuten deiner Zeit in Anspruch nehmen, aber die Wirkung ist gigantisch, wenn du es jeden Tag tust.

Dadurch werden so viele positive Stoffwechselreaktionen und Hormone ausgelöst, dass es einfach erstaunlich ist, wie du dich danach fühlen wirst.

Wenn du mehr Sport treiben willst, kannst du das natürlich tun. Denke nur nicht, dass du mehr tun müsstest, um bereits eine positive Wirkung zu spüren.

5. Experimentiere mit deiner Ernährung

Hier gibt es maßgeblich einen Faktor, den du besonders ins Visir nehmen musst: Die Rede ist von Zucker, genauer gesagt von Blutzuckerspitzen, die durch Kohlenhydrate verursacht werden.

Und das ist ein mittlerweile bekanntes Problem, es gibt wirklich unzählige Studien, die auf das gleiche Ergebnis hinweisen:

Die enorm positiven Effekte von Blutzucker-Kontrolle auf Körper und Stimmung.

Häufige hohe Blutzuckeranstiege, die durch den Verzehr von zu vielen Kohlenhydraten verursacht werden, führen zu einer Vielzahl von Problemen.

Wusstest du, dass immer mehr relativ junge Menschen, die oft noch nicht einmal übergewichtig sind, Prädiabetis haben? Aufgrund der heute ständig verfügbaren kohlenhydratreichen Lebensmittel können selbst schlanke Menschen Prädiabetes-Blutwerte haben.

Zu viele Kohlenhydrate verursachen Entzündungsprozesse im Körper, zerstören Kollagen und Elastin in der Haut und verursachen Stimmungsschwankungen, wenn der Blutzucker sinkt.

Ich habe vor 6 Jahren aufgehört, Zucker zu essen, und was das seither mit mir gemacht hat, ist bemerkenswert.

Meine Stimmung ist extrem stabil. Und das sogar an diesem einen Tag im Monat, an dem sie früher ziemlich schlecht war.. Und wenn ich Hunger bekomme, ist es eine andere Art von Hunger als früher– ohne die Aggressivität, die aufkommen kann, wenn es zu lange dauert, bis ich einen Bissen bekomme. Auch mein Immunsystem ist jetzt, in meinen 40ern, besser als je zuvor.

Ich esse übrigens auch kein Getreide, nur ein bisschen Hafer und generell relativ wenig Kohlenhydrate. Meine Kohlenhydrate kommen aus gesünderen Quellen wie ein paar Haferflocken in meinem Frühstücksbrei. Oder Süßkartoffeln, dunkle Schokolade (100%) und frisches Obst.

Für mich überwiegen eindeutig die Vorteile die „Kosten“, die durch den Verzicht auf einige Lebensmittelpräferenzen entstehen.

Mich mental unglaublich viel positiver, stärker und stabiler zu fühlen, ist es mir allemal Wert, keinen Zucker zu essen.

Seltsamerweise gibt es übrigens eine starke Datenkorrelation zwischen Veganismus und Depression. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, alle wichtigen Nährstoffe aus einer veganen Ernährung herauszuholen, ich weiß es nicht. Ich halte es nur für wichtig das zu erwähnen und für sich selbst zu erforschen, weil es gerade bei psychischen Problemen extrem wichtig ist, zu hinterfragen, was wir essen.

Jeder weiß, wenn ein Tier falsch ernährt wird, geht es ihm nicht gut. Man sieht es dem Tier an und seine Lebensqualität und -dauer werden beeinflusst. Beim Menschen ist es nicht anders.

Hier ist die Frage nach der besten Ernährung nur etwas umstritten. Daher würde ich dringend danach gehen, was mir selber gut tut, und hier unbedingt experimentierfreudig sein.

Denn wenn die Lösung deiner psychischen Probleme maßgeblich an falscher Ernährung läge – was durchaus sein kann – wäre es fatal hier nicht an der Lösung zu arbeiten. Sich mal von einem Ernährungsexperten auf Mängel testen zu lassen, wäre sicher eine gute Idee.

Abschließende Worte

Versteh mich bitte nicht falsch. Ich weiß, dass Depressionen komplex sein können und dass die Ursachen unterschiedlich sein können, sogar genetisch. Aber es wäre fatal das als in Stein gemeiselt zu betrachten, ohne etwas zu versuchen. Wenn es doch so viel gibt was man aktiv tun kann, das vielleicht gut helfen würde.

Ich habe einfach viele Fälle gesehen, bei denen ähnliche Faktoren wie die oben beschriebenen eine relativ große Rolle gespielt haben und die hätten vermieden werden können. Vielleicht kannst du also nachempfinden, wovon ich spreche, und findest diese Tipps hoffentlich hilfreich, damit du nicht in dieselbe Falle tappst.

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